Techniken

Für den Aufbau, Gestaltung und Effekte gibt es natürlich auch verschiedene Techniken. Ich kann dir hier zwar keinen Kurs in sämtlichen Techniken geben, aber ich werde nun einmal die wichtigsten hier aufzählen und auch versuchen, dir die Vor- und auch Nachteile aufzuzählen.

Techniken für den Aufbau

» Baukastensystem:

Ein Baukastensystem eignet sich vor allem für Anfänger, da hier kein Hintergrundwissen erforderlich ist.
Der Vorteil davon liegt natürlich klar auf der Hand, eben das man keinerlei Fachkenntnisse benötigt und das eine Baukastenhomepage sehr schnell erstellt ist.
Der Nachteil liegt in erster Linie darin, dass es viele andere Seiten im Internet gibt, die fast identisch sind. Außerdem sind auch die Möglichkeiten nur sehr begrenzt.
Ein weiterer großer Nachteil besteht auch darin, daß Seiten, die auf einem Baukastensystem aufgebaut sind, in Suchmaschinen meist schlecht indiziert sind und dadurch natürlich auch schlecht gefunden werden.

Wer sich ernsthaft mit Webdesign beschäftigen will, sollte lieber gleich davon die Finger lassen, aber als kleine Spielerei reicht es.

» Template:

Templates sind Web-Vorlagen, die meist mit etwas Hintergrundwissen, an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Viele Seiten bieten Templates gratis zum Download an.
Der Nachteil liegt allerdings auch hier, ähnlich dem Baukastensystem, in der Individualität. Es kann leicht vorkommen, dass viele andere Seiten das selbe Design haben.
Templates empfehlen sich allerdings dann, wenn man nicht die Zeit oder die Lust hat, sich mit dem grundlegenden Aufbau der Page, der ja sehr zeitintensiv ist, zu beschäftigen.

» Tabellenlayout:

Tabellen verleiten natürlich gerne dazu, den Aufbau der Page in eine Tabelle zu packen. Das Prinzip ist hier ganz einfach, man erstellt eine Tabelle und teilt die Zeilen und Spalten so auf, wie man den Aufbau der Page haben will.

Diese Technik wird sehr häufig verwendet. Sie hat allerdings den großen Nachteil, daß der Quelltext sehr schnell total unübersichtlich wird und auch die HTML Dateien verhältnismäßig groß werden.
Ein weiterer großer Nachteil liegt auch in der Barrierefreiheit, da Screenreader (Bildschirmleseprogramme) sich mit solchen Layouts eher schwer tun und den Inhalt nicht mehr richtig lesen können.

Sehr gute Ansätze für tabbellenlose Layouts findest du bei CSS 4 You.

» Framesets:

Ein Frameset besteht aus verschiedenen Teilbereichen, sog. Frames. Diese Frames sind nichts anderes als verschiedene Internetseiten.

Der Vorteil eines Framesets liegt natürlich vorwiegend in der Gestaltung. So müssen bestimmte Punkte, wie das Menü oder ein Logo bzw. Banner nicht auf jede Seite neu eingebunden werden und deshalb auch nicht bei jedem Aufruf einer Seite neu geladen werden.

Es wird oft als Nachteil angesehen, dass ein Frameset von Suchmaschinen nur schlecht indiziert wird. Dies liegt daran, das Suchmaschinen den Inhalt einer Seite durchsuchen und dieser bei Framesets nicht vorhanden ist. Dies kann man jedoch ausgleichen, indem man in den sog. noframe-Bereich wichtige Informationen über den Inhalt der Page an die Suchmaschine liefert.
Ein weiteres Problem, der bei Framesets existiert, ist, wenn man durch eine Suchmaschine eine einzelne Seite davon findet, öffnet sich nur die einzelne Seite, ohne das Frameset, wodurch man dann natürlich meist auch kein Menü hat. Dies kann man aber auch durch ein kleines Script umgehen.
Ein weiterer Fehler, der oft bei Framesets gemacht wird, ist, das man das Set für eine fixe Größe einstellt und es dadurch bei kleineren Auflösungen nicht mehr so toll aussieht. Dies kann man aber ebenfalls mit relativen Größen ausgleichen.

Frames werden nicht mehr so häufig verwendet, da viele sie als benutzerunfreundlich ansehen.
Wenn dich dieses Thema interessiert, empfehle ich dir den Artikel von SELFHTML.

» Iframes:

Ein IFrame dient hauptsächlich zur Strukturierung einer Page. Es sollte auch nicht mit einem Frameset verwechselt werden. Ein Iframe wird vor allem dafür gebraucht, um Inhalte eines anderen Dokuments auf einer Unterseite einzubinden.
So werden z.B. Online Shops meist auf diese Art eingebunden.

Iframes verleiten immer wieder dazu, den Inhalt von externen Dateien in das Iframe zu laden. Davon kann ich dir nur abraten, da man dann keinen Einfluß auf die Gestaltung hat. Es schaut nicht wirklich toll aus, wenn du z.B. eine dunkle Seite hast und in diesem Iframe wird eine weiße Seite dargestellt.
Ein weiterer Nachteil ist, wie bei Framesets, daß eine Unterseite, die einzeln aufgerufen wird, nicht automatisch zusammen mit der Hauptseite geladen wird, wodurch auch hier meist das Menü usw. fehlt. Dies kann man jedoch ebenfalls wie bei einem Frameset durch ein Skript ändern.

Ein Iframe kann aber sehr gut dazu verwendet werden, deinen eigenen Inhalt darzustellen. Du kannst z.B. das Menü um das Iframe aufbauen und das Iframe in die Mitte der Seite stellen und hier den Inhalt darstellen. Der Vorteil dieser Methode liegt vor allem darin, dass die Hauptseite und das Menü nur einmal geladen werden.
Falls du dich noch besser über Iframes informieren willst, solltest du den Artikel von SELFHTML ansehen.

Wenn du dich nun entschieden hast, ob du eine der hier vorgestellten Techniken verwenden willst oder aber einfach jede Seite einzeln erstellen willst, solltest du dir auch über weitere Techniken Gedanken machen, die dir vielleicht das Arbeiten erleichtern und  mit denen du eine gute Webpräsenz erstellen kannst. In der Praxis werden die untenstehenden Techniken miteinander kombiniert, da jede für sich ihre Vorzüge hat.

Techniken für Design und Programmierung

» CSS:

CSS ist eine spezielle Style Sheet Sprache. Sie wird verwendet, damit das Design einer Page einheitlich ist. Man kann mittels CSS für alles einen bestimmten Stil erstellen.
Das bedeutet, man kann festlegen, dass z.B. die Schriftfarbe bei normalem Text hellblau ist und bei Überschrift 1 z.B. Schwarz. Man kann ein Hintergrundbild automatisch für jede Seite laden usw. Es gibt wohl kaum etwas, das mit Design zu tun hat, dass mit dieser Sprache nicht realisierbar wäre.

CSS Code kann entweder direkt in den Head Bereich jeder HTML Seite geschrieben werden oder in eine externe CSS Datei und dann in die Seite eingebunden werden.
Geübte Anwender erstellen eine externe CSS Datei und binden diese einfach in das HTML Dokument ein.

CSS erspart eine Menge Arbeit, da man sich nachher nur noch um den eigentlichen Inhalt der Page kümmern kann.
Durch CSS ist es möglich, ohne Probleme eine gesamte Page mit nur einer Datei im selben Design zu machen. Durch diese Technik läßt sich die Page auch sehr gut für Drucker optimieren. Es empfiehlt sich in jedem Fall, viel mit CSS zu arbeiten.
Skorpions Homepagehilfe ist z.B. ein komplett auf CSS basiertes Layout.
Wenn du mehr über CSS erfahren möchtest empfehle ich dir SELFHTML, CSS4You oder CSS-Fundgrube.

» JavaScript:

JavaScript ist wohl eine der wichtigsten Programmiersprachen, die im Internet verwendet werden. Java Script wird meist verwendet, um schöne Effekte herzuzaubern. Man kann aber auch Passwortabfragen und dergleichen mit JavaScript erstellen.

Leider wird diese Scriptsprache von vielen, vorwiegend von Anfängern, dazu benützt um diverse Alert-Fenster, unnötige Effekte und dergleichen zu erstellen. Dies animiert deinen Besucher eher wieder zum Verlassen der Page.
Aber, wenn JavaScript gezielt und mit Maß eingesetzt wird, ist es eine wertvolle Scriptsprache.

Man kann z.B. bei einem Fotoalbum sehr schöne Effekte mit dieser Programmiersprache erzielen.
Allerdings muss man beachten, dass in den Browsern auch JavaScript deaktiviert sein kann. In diesem Fall ist natürlich der große Nachteil, dass die ganzen schönen Effekte fehlen würden.
Wenn man womöglich sogar ein Menü mit JavaScript macht, wäre die Seite gar nicht mehr besuchbar. Es ist deshalb anzuraten, falls man ein Menü mit JavaScript macht, auch eine Ersatznavigation anzubieten.
Wenn du mehr über diese Scriptsprache wissen möchtest, empfehle ich dir SELFHTML.

» PHP:

PHP ist eine weitere Programmiersprache, die bei der Webprogrammierung nicht mehr wegzudenken ist. Während jedoch JavaScript vor allem für Effekte eingesetzt wird, ist die Stärke von PHP vor allem in der Erstellung von dynamischen Webseiten, also Webseiten, wo der Inhalt erst nach einer bestimmten Abfrage erstellt wird.
PHP wird deshalb oft dann eingesetzt, wenn man den Inhalt einer Datenbank oder auch einer Textdatei dynamisch darstellen will. So werden z.B. Online Shops, Newsletter und dergleichen meist mit PHP erstellt.

PHP muss jedoch nicht nur im Zusammenhang mit Datenbanken verwendet werden. So kann man z.B. Bilder automatisch aus einem Ordner abrufen für eine Bildergallerie, Formulare oder Navigationen können ebenfalls sehr einfach mit PHP erstellt werden und noch viel mehr.

Ein großer Vorteil von PHP gegenüber JavaScript ist vor allem, dass man PHP in den Browsereinstellungen nicht, wie JavaScript, abschalten kann. Dadurch funktioniert z.B. ein mit PHP erstelltes Menü immer, während ein Menü, welches auf JavaScript aufgebaut ist, in dem Fall, das ein Besucher JavaScript aus Sicherheitsgründen abgeschaltet hat, nicht funktionieren würde und die Seite deswegen auch keine Navigation hätte.
Wenn du mehr über PHP wissen möchtest, empfehle ich dir php-homepage.de, da findest du noch einige interessante Dinge über PHP.

» MySQL:

MySQL ist ein Datenbanksystem, das vor allem in Verbindung mit PHP genutzt wird. Mit MySQL kann man sehr gut große Mengen von Daten, wie z.B. für einen Onlineshop oder ein Gästebuch verwalten. Das könnte in der Praxis z.B. so aussehen, das die Daten von einem GB in einer MYSQL Datenbank gespeichert wird und mit PHP beim Aufruf eines GB, ausgelesen werden.

Bei der Wahl, ob man MySQL verwenden will oder eher nicht, spielt vor allem die Menge der Daten eine wichtige Rolle. Bei nur 10 oder 20 Datensätzen wird sich der Aufwand eher nicht so lohnen, handelt es sich aber um hunderte von Datensätzen, wie z.B. in einem GB, wird es sich immer lohnen, da hier ein erheblicher Geschwindigkeitsvorteil gegenüber ein Textdatei oder einer CSV Datei besteht.
Ein weiterer Vorteil von MySQL liegt auch in der Sicherheit der Daten.

» Perl:

Perl ist, ähnlich wie JavaScript, eine Scriptsprache. Man darf sie aber nicht mit JavaScript verwechseln, da, im Gegensatz zu JavaScript, Perl über den Browser nicht abgeschaltet werden kann, da Perl direkt auf dem Server installiert ist. Perl wird allerdings nicht mehr so oft verwendet, da man mit PHP weit mehr Möglichkeiten hat.
Man kann es aber für kleinere Aufgaben verwenden, die man vielleicht sonst mit JavaScript machen würde. Das hätte den Vorteil, daß das Script auch dann gehen würde, wenn der User JavaScript im Browser ausgeschaltet hat.
Aber auch hier ist Voraussetzung, daß Perl auf dem Server installiert ist.